Jean-Marie Bergeal zur strategischen Partnerschaft mit Aquicore

MeteoViva Inc. hat in den USA gerade eine IoT-Partnerschaft mit Aquicore geschlossen. Wie groß ist in den USA der Markt für IoT-Lösungen in der Gebäudeautomation?
Mit der Verfügbarkeit günstiger Sensoren und Kommunikationslösungen werden immer mehr Gebäude mit einer Fülle von Sensoren aus- oder nachgerüstet. Diese Sensoren liefern Daten zu Raumtemperaturverläufen, der Belegung und Nutzung von Gebäuden, den Lichtverhältnissen bis hin zu Straßenverkehrsdaten und der Parkplatzausnutzung. Während diese „smarte” Technologie hilft, die Nutzererfahrung und den Komfort zu verbessern und ein besseres Gebäude- und Resourcenmanagement erlaubt, ist das Geschäftmodell nicht immer ganz klar. Aus diesem Grund ist es sehr schwer Marktzahlen zu nennen. Dies steht im Kontrast zu MeteoVivas Leistungsangebot. Als IoT-Lösung liefert MeteoViva nicht nur ein optimiertes Raumklima, Energieeffizienz und reduzierte Betriebskosten, es amortisiert sich häufig auch nach weniger als zwei Jahren. Eingesetzt auf Gesamtportfolioebene liefert die Lösung zusätzliche Einspareffekte, die teilweise sogar über den Energieeinsparungen liegen. Basierend auf öffentlich verfügbaren Daten kann man das US-Marktpotenzial für diese Art von Lösungen auf mehrere Milliarden Dollar schätzen.
 
MeteoViva bietet seinen Kunden selbst ein Management-Cockpit an, welche Vorteile ergeben sich aus der Partnerschaft mit Aquicore?
In der Partnerschaft mit Aquicore sehen wir eine Möglichkeit unser Angebot abzurunden. MeteoVivas Schwerpunkt liegt in den Bereichen Raumkomfort, Energieeffizienz und optimierte Prozesse. Aquicore ergänzt dies durch das Management der Strom- und Wasserversorgung, der Mietvertragsabrechnungen und der Budgetplanung.
 
Welche nächsten Schritte sind mit Aquicore geplant?
Durch Aquicores breite Kundenbasis sehen wir die Möglichkeit auf unser Leistungsangebot aufmerksam zu machen. Aquicores existierende Kunden werden auf Aquicores Platform nicht nur mit MeteoVivas Konzept in Kontakt gebracht, sondern auch gezielt auf die Vorteile von MeteoVivas Technologie aufmerksam gemacht.
 
Wo siehst Du für MeteoViva im US-Markt den größten Hebel für IoT-Lösungen?
Es wird sehr viel von IoT gesprochen und für jeden bedeutet es ein bisschen etwas anderes. Es ist auffallend, dass Konferenzen zum Einfluss von IoT im Immobilienmarkt zwei sehr unterschiedliche Gruppen zusammenbringen. Die eine Gruppe kommt von einer gut etablierten Industrie, welche naturgemäß nur langsam neue Verfahren und Technologien entwickelt und zur Anwendung bringt, die andere kommt von der technischen Seite und behauptet, dass innovative Technologien diese Industrie revolutionieren werden.
Beide sprechen unterschiedliche Sprachen und es ist offensichtlich, dass die Käufer überzeugt werden müssen, angefangen mit der Darstellung eines Bedüfrnisses in einer Sprache, welche sie verstehen. Und diese Sprache muss etwas beinhalten, das für Gebäudebesitzer und Gebäudebetreiber sowohl kurzfristig als auch langfristig ansprechend ist. Langfristig sehe ich Potential für die weitere Integration der Datenerfassung für beispielweise die Raumnutzung und deren Verwendung in weitergehender Komfort- und Energieoptimierung. Ebenso sehen wir Beispiele von direktem Feedback bezüglich des Nutzerkomforts, in Echtzeit, welches in MeteoVivas Optimierunsansatz einfließen kann und einem Gebäude oder Portfolio zusätzlichen Wert bietet.